Alle zwei Wochen mittwochs um 18 Uhr treffen sich seit Ende der 80er Jahre die HSC Bridge-Damen in den Clubräumen zum Bridgeturnier. Gegründet wurde diese “Abteilung“ von Christiane Schröder, der Ehefrau unseres damaligen 1. Vorsitzenden Detlef Schröder. Mit viel Geduld und viel Eigeninitiative hat sie kleine Gruppen unterrichtet. Ich hatte das Glück, mit der letzten Gruppe anfangen zu dürfen. Man muss sich schon “durchbeißen“ und nicht die Geduld verlieren. Bridge ist nicht so einfach, wie manche vielleicht denken. Man lernt es nie aus! Wenn man aber dabei bleibt, ist es toll und in unserem Alter….. hilft das schon im Kopf fit zu bleiben. Mein Gedanke ist und bleibt: Wenn ich nicht mehr Tennisspielen kann, weil die Knochen das nicht mehr wollen……, Karten halten werde ich hoffentlich noch lange können!
Als das Ehepaar Schröder Berlin verlassen hat, standen wir ohne “Boss“, und nun? Ich wurde vorgeschlagen und habe es gewagt das Ruder zu übernehmen und…… glaube sagen zu dürfen, dass es mir gelungen ist, diese Gruppe zu festigen und zusammenzuhalten. Inzwischen sind wir 24 Damen, die sich sehr gut verstehen und sehr viel Spaß und Freude am “Bridgespiel“ haben.
Wir machen alljährlich Ende Oktober unser Bridge-Wochenende und Anfang Dezember unsere Bridge-Weihnachtsfeier mit dem traditionellen Gänsebraten. Das sind zwei feste Termine in unserem Bridgekalender, die keine missen möchten.
Einige von uns sind Gründungsmitglieder im Bridge-Club Berlin-Nord, der vor 15 Jahren gegründet wurde. Auch da wird regelmäßig dienstags und donnerstags Bridge gespielt.
Sollte sich jemand angesprochen fühlen – gute Bridgekenntnisse müssen natürlich vorhanden sein – und weitere INFOS braucht, bin ich immer bereit Auskunft zu geben. Ruft mich einfach an: 030 – 401 11 50 oder…………. “schick´ mir mal ´ne Mail“ unter [Cristina.Gebert@web.de]
Gut Blatt, Eure
Cristina Gebert
Bridge Betrachtung
Bridge, das ist ´ne schöne Sache!
Ist´s das wirklich? – das ich nicht lache !!!
Manchmal möcht´ ich es verfluchen
und nach´ nem and´ren Hobby suchen!
Zum Trainier´n der grauen Zellen,
kann man doch auch, was anderes wählen.
Schach zum Beispiel oder Sudoku,
Kreuzworträtsel oder Memory !!!
Aber nein – ich blöde Kuh –
muss mich quälen immerzu;
muss mich treffen mit den Leuten,
um meinen Bridge-Verstand zu weiten.
Noch mehr Gedanken zum Bridge
Muss die Karten sortieren und zählen,
und dann das richtige Gebot auswählen,
muss horchen, was der Gegner zu bieten hat
und dann wie meine Partnerin beschreibt ihr Blatt.
Wenn sich daraus, so Gott will, eine Erkenntnis ergibt,
muss ich erwägen meinen nächsten Schritt!
Das ist manchmal verdammt kompliziert,
dass mir dabei ganz heiß oder kalt oft wird.
Die Frage, ob die Entscheidung die richtige war,
drückt auf die Seele, das ist schon mal klar.
Doch the show must go on, man kann nicht ducken
der Gegner greift an, man kennt dessen Mucken.
Nun heißt es, besonnen den Spielplan machen
Und das Spiel durch zu zieh´n , dann hat man gut lachen.
Ein Überstich, das wär natürlich toll!
Doch Hauptsache ist, das Spiel wird voll.
Der böse Gegner versucht das zu verhindern!
Mein Kampfgeist dagegen sucht seine Aggression zu mindern.
Die Spannung wächst, die Spannung steigt!
Hab´ ich nun etwa mein Spiel vergeigt ???
Nein, mit einem Quäntchen Glück und Ach und Krach
hab´ ich mein Spiel glücklich zu Ende gebracht !!!!!
Nun seid mal ehrlich, ist das nicht Stress pur?
Dabei soll´s doch Hobby und Freizeitgestaltung sein nur!
Gott sei Dank muss ich das nicht jeden Tag machen;
Es gibt ja noch viel andere erholsamere schöne Sachen
mit denen man seine Freizeit gestalten kann.
Aber – ehrlich – Bridge zieht mich doch immer wieder in seinen Bann!
Weitere Gedanken zum BRIDGE von Uschi Marlinghaus
Inzwischen ist viel Zeit vergangen
zu manch Bridge Turnier sind wir gegangen.
Das Problem geht immer weiter,
Mal gibt es Stress, mal sind wir heiter.
Manch neue Konvention hab’n wir im Kopf
doch ist es noch zu selten, dass wir hab’n den „Topf“.
Die Regeln sollt’ man wie Vokabeln lernen,
doch immer mehr wir uns von der Schulzeit entfernen.
Da ging das schnell, das Lernen neuer Dinge!
Ach, wenn das heute doch auch noch so einfach ginge!
Beim Bridge hilft nicht mal die Routine,
selbst Grundwissen läuft manchmal auf die falsche Schiene.
Da spricht man mit dem Partner ab für’n Fall des Falles
und ist es dann soweit, vergisst man alles
Sein Blatt dem Partner zu beschreiben ist Gebot,
doch treibt der Gegner hoch mich, seh’ ich rot.
Ich möchte gerne spielen, dach nun muss ich passen
Der Gegner geht zwar down, doch ich könnt’ ihn fast hassen
Das schöne Vollspiel hat er uns genommen
Und wir hab’n grad Mal 100 Points bekommen.
Das ist natürlich die richt’ge Strategie, (ich weiß)
doch ich glaube ich selber könnte das nie! (vielleicht doch?)
Die rechte Partnerin zu haben ist mir wichtig!
Wir wissen, keiner von uns beiden macht alles richtig.
Wir bemühn uns zwar, unser Bestes zu geben,
mal geht es prächtig, mal geht’s daneben.
Da lobt man sich, kein Vorwurf hilft, um aufzubauen,
da hilft nur wegwischen und nach vorne schaun.
Ein Glück, wir können beim Bridge noch Lachen,
auch wenn wir nicht immer alles bestens machen.
Wir verhelfen so den Top-Spielern zu den oberen Plätzen,
in dem wir manch Spielvertrag in den Sand setzen.
Es gibt noch so viel schöne andere Dinge im Leben,
wir wollen nicht immer nur am Bridge Tisch kleben.
Und nun, auf auf zum nächsten Gefecht!
Es soll doch auch Spaß machen, habe ich Recht?
Gedanken zum Bridge
„Ich spiele Bridge“, klingt das nicht toll?
Viele, die das hören, sind der Bewunderung voll.
Doch keiner ahnt, wie viel Müh´n es macht,
bis man´s – halbwegs – zu diesem Ziel gebracht.
Da gibt´s soviel Regeln und Konventionen,
es dauert ewig, bis sie im Kopfe wohnen;
und immer wieder gibt´s Konstellationen,
die einen nicht vor Enttäuschung verschonen.
„Geh´ich lieber auf Farbspiel oder auf SANS.“
Und wenn dann entschieden: „Wie gehe ich´s an?
Die Gegenspieler sind nicht zu verachten,
„Fallen lassen“ ist, wonach sie trachten.
Gemein geben sie „Contra“, man wird nervös,
die besten Freunde erscheinen Dir bös!
Um „recontra“ zu geben, fehlt Dir der Mut,
„nun reiß Dich zusammen, spiel einfach gut!
Wenn´s dann geschafft ist – schweißgebadet –
denkt man: „recontra hätt´ nicht geschadet!“
Doch glücklich ist man auf jeden Fall,
wie über einen gelungenen Schmetterball!
Wenn´s „Faller“ gibt, es man erbost
und sucht natürlich nach ´nem Trost.
„Verteilung war schlecht, Gegner zu gut“,
so macht man sich für´s nächste Spiel Mut.
Ein Wechselbad der Gefühle ist dieses Spiel,
mal reizt man zu niedrig, andermal zu viel.
Wie Du´s auch drehst, es kommt was dazwischen;
und manchmal hört man einen zischen:
„Ein Scheißspiel, da Bridge“, doch kaum gehört,
hat sich die Stimmung ins Gegenteil gekehrt.
Ein gelungener Schlemm, ein Vollspiel im Cœur,
dann scheint es plötzlich gar nicht so schwer.
Ja, ja, wer einmal vom Bridge ist gefangen
wird nicht gleich zu den Sternen gelangen.
Doch wird er peu à peu sein Level erreichen
und wenn es nicht ganz oben ist, muss es doch reichen.
Schließlich ist es ein Spiel, sollte Freude machen,
und ab und zu sollte man dabei auch lachen!
U.M. eine Bridge-Schwester




